Immer mehr Menschen misstrauen chemisch hergestellten Medikamenten und lassen sich von möglichen Nebenwirkungen abschrecken – und das zu Recht. Kopfschmerzen und Migräne-Anfälle, Schwindel- und Schwächegefühle, die Beeinträchtigung anderer Organe: Die Liste der Begleiterscheinungen und Nebenwirkungen ist bereits bei „harmlosen“ Schmerztabletten ziemlich lang. Wer deshalb auf chemische Medikamente verzichten will, der kann zu einer natürlichen Alternative greifen: Homöopathie.

So funktioniert eine homöopathische Behandlung
Die Behandlung mit homöopathischen Mitteln ähnelt dem Prinzip einer Impfung. Homöopathen diagnostizieren den Krankheitserreger und verabreichen ihn dem Patienten in abgeschwächter Form. Hierfür werden die Erreger ganz einfach mit Hilfe von Alkohol oder Milchzucker verdünnt und sorgfältig vermischt. So schwächen sie den Körper des Patienten nicht allzu sehr und lassen ihm genügend Energie, um gegen die Krankheit anzugehen.
Der Körper des Erkrankten erkennt den Stoff nach der Verabreichung sofort und bildet schnell Antikörper dagegen, um die Krankheit zu bekämpfen. Zunächst entsteht die sogenannte Erstverschlimmerung, die oft als Nebenwirkung fehlinterpretiert wird. Diese zeigt lediglich, dass der Körper die Krankheitserreger registriert, allerdings noch nicht genügend Antikörper produziert hat. Sind diese erst einmal im Körper vorhanden, legt sich auch die Erstverschlimmerung wieder und der Körper des Patienten kommt wieder zu Kräften.
Kritik an der natürlichen Heilmethode
Obwohl viele homöopathische Behandlungen zu sichtbaren Erfolgen geführt haben, gibt es viele Kritiker dieser Methode. Und ihr Argument ist schlagkräftig: Bis heute gibt es keine wissenschaftliche Begründung dafür, dass die Wirkung homöopathischer Arzneimittel über einen Placebo-Effekt hinausgeht. Auch die oftmals extreme Verdünnung der Krankheitserreger ist umstritten. Der Erfolg der Homöopathie hängt deshalb vermutlich stark mit der Einstellung des Patienten zur Behandlungsmethode ab.
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